Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
Vertragsbedingungen für die Nutzung von ZBill Core ERP als webbasierte SaaS-Lösung für gewerbliche Nutzer.
§ 1 Geltungsbereich
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) gelten für die Nutzung der webbasierten Software-as-a-Service-Plattform „ZBill Core ERP“ (nachfolgend auch „ZBill“ oder „Dienst“), betrieben von der Zer GmbH, Schächtelburg 9A, 63589 Linsengericht, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Hanau unter HRB 96625 (nachfolgend „Anbieter“).
(2) Die AGB gelten gegenüber Unternehmern im Sinne von § 14 BGB. ZBill richtet sich ausschließlich an gewerbliche Nutzer wie Handwerksbetriebe, Freiberufler und Kleinunternehmer.
(3) Abweichende Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht anerkannt, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
§ 2 Vertragsgegenstand
(1) Der Anbieter stellt dem Kunden eine webbasierte SaaS-Plattform zur Verfügung, die insbesondere folgende Funktionen umfasst:
- Rechnungsstellung und E-Rechnung (XRechnung/ZUGFeRD)
- Angebots- und Auftragserstellung
- Kundenverwaltung (CRM)
- Zeiterfassung und Stundennachweise
- Projektverwaltung und Nachkalkulation
- Kalender und Aufgabenplanung
- Außendienst-Modul mit GPS-Tracking
- Mahnwesen und Zahlungserinnerungen
- Dokumentenverwaltung und PDF-Generierung
- DATEV-Export und BWA-Berichte
- Kassenfunktion (GoBD-konform)
- KI-gestützter Assistent
(2) Der genaue Funktionsumfang richtet sich nach dem gewählten Tarifplan (Meister & Azubi, Wachsender Betrieb, Vollausstattung). Die aktuelle Leistungsbeschreibung ist auf der Preisseite unter www.zbill.app/preise einsehbar.
(3) Der Anbieter ist berechtigt, den Funktionsumfang weiterzuentwickeln und zu verbessern, sofern der wesentliche Vertragscharakter gewahrt bleibt.
§ 3 Registrierung und Nutzerkonto
(1) Zur Nutzung des Dienstes ist eine Registrierung mit gültiger E-Mail-Adresse und Passwort erforderlich. Der Kunde ist verpflichtet, wahrheitsgemäße und vollständige Angaben zu machen.
(2) Der Kunde ist für die Geheimhaltung seiner Zugangsdaten verantwortlich und haftet für alle Aktivitäten, die über sein Konto vorgenommen werden.
(3) Der Kunde kann weitere Benutzer zu seinem Mandanten einladen. Für deren Handlungen innerhalb der Plattform haftet der Kunde.
(4) Der Anbieter ist berechtigt, Konten zu sperren, wenn begründeter Verdacht auf Missbrauch oder Verstoß gegen diese AGB besteht.
§ 4 Leistungsbeschreibung und Verfügbarkeit
(1) Der Anbieter stellt den Dienst mit einer angestrebten Verfügbarkeit von 99,5 % im Jahresmittel bereit. Hiervon ausgenommen sind geplante Wartungsarbeiten, höhere Gewalt sowie Störungen, die außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters liegen.
(2) Geplante Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit in nutzungsarmen Zeiten (22:00–06:00 Uhr MEZ) durchgeführt und mindestens 48 Stunden im Voraus per E-Mail oder In-App-Nachricht angekündigt.
(3) Der Anbieter erstellt regelmäßige Backups der Kundendaten. Ein Anspruch auf Wiederherstellung einzelner Datensätze besteht nicht.
§ 5 Vergütung und Zahlungsbedingungen
(1) Die aktuell gültigen Preise sind auf der Preisseite einsehbar. Alle Preise verstehen sich als Nettopreise zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
(2) Die Abrechnung erfolgt monatlich oder jährlich im Voraus, je nach gewähltem Abrechnungszeitraum. Bei jährlicher Zahlung wird ein Rabatt gewährt.
(3) Die Zahlungsabwicklung erfolgt über den Zahlungsdienstleister Stripe. Der Kunde erklärt sich mit den Nutzungsbedingungen von Stripe einverstanden.
(4) Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zum Dienst nach erfolgloser Mahnung mit angemessener Frist einzuschränken oder zu sperren. Der Anspruch auf Zahlung der ausstehenden Vergütung bleibt bestehen.
(5) Preisänderungen werden dem Kunden mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten per E-Mail angekündigt. Widerspricht der Kunde der Preisänderung, steht ihm ein Sonderkündigungsrecht zum Zeitpunkt des Inkrafttretens zu.
§ 6 Kostenlose Testphase
(1) Der Anbieter kann dem Kunden eine kostenlose Testphase einräumen. Während der Testphase steht der volle Funktionsumfang des gewählten Tarifs zur Verfügung.
(2) Nach Ablauf der Testphase wird der Zugang zum Dienst eingeschränkt, sofern kein kostenpflichtiges Abonnement abgeschlossen wird. Es erfolgt keine automatische Verlängerung in ein kostenpflichtiges Abonnement ohne ausdrückliche Zustimmung des Kunden.
(3) Die während der Testphase eingegebenen Daten bleiben für einen Zeitraum von 90 Tagen nach Ablauf erhalten und werden danach gelöscht, sofern kein Abonnement abgeschlossen wird.
§ 7 Vertragslaufzeit und Kündigung
(1) Bei monatlicher Abrechnung läuft der Vertrag auf unbestimmte Zeit und kann von beiden Seiten mit einer Frist von 14 Tagen zum Ende des jeweiligen Abrechnungszeitraums gekündigt werden.
(2) Bei jährlicher Abrechnung beträgt die Mindestlaufzeit 12 Monate. Die Kündigung ist mit einer Frist von 30 Tagen zum Ende der jeweiligen Vertragslaufzeit möglich. Ohne Kündigung verlängert sich der Vertrag automatisch um weitere 12 Monate.
(3) Die Kündigung kann über die Kontoeinstellungen in der Anwendung oder per E-Mail an info@zer.gmbh erfolgen.
(4) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
(5) Nach Beendigung des Vertrags hat der Kunde 30 Tage Zeit, seine Daten zu exportieren. Nach Ablauf dieser Frist werden die Daten unwiderruflich gelöscht, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.
§ 8 Pflichten des Nutzers
(1) Der Kunde verpflichtet sich insbesondere:
- Den Dienst nur im Rahmen der geltenden Gesetze zu nutzen.
- Keine rechtswidrigen oder beanstandungswürdigen Inhalte zu verbreiten.
- Seine Zugangsdaten geheim zu halten und vor dem Zugriff Dritter zu schützen.
- Den Anbieter unverzüglich über Missbrauchsverdacht zu informieren.
- Regelmäßig eigene Datensicherungen vorzunehmen.
(2) Der Kunde stellt den Anbieter von allen Ansprüchen Dritter frei, die aufgrund einer rechtswidrigen Nutzung des Dienstes durch den Kunden entstehen.
§ 9 Haftungsbeschränkung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie bei Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit.
(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten ist die Haftung auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden beschränkt.
(3) Die Haftung für mittelbare Schäden, entgangenen Gewinn und Datenverlust ist bei leichter Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
(4) Die Haftung ist in jedem Fall der Höhe nach begrenzt auf die vom Kunden in den letzten 12 Monaten gezahlte Vergütung, maximal jedoch auf 10.000 €.
(5) Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten nicht für Ansprüche aus dem Produkthaftungsgesetz sowie bei arglistigem Verschweigen von Mängeln.
§ 10 Datenschutz
(1) Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten gemäß der geltenden Datenschutzvorschriften (DSGVO, BDSG). Einzelheiten entnehmen Sie bitte unserer Datenschutzerklärung.
(2) Soweit der Kunde personenbezogene Daten seiner Kunden, Mitarbeiter oder Geschäftspartner in den Dienst eingibt, wird ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO abgeschlossen, der Bestandteil dieser AGB ist.
§ 11 Änderungen der AGB
(1) Der Anbieter ist berechtigt, diese AGB mit einer Ankündigungsfrist von mindestens 30 Tagen zu ändern. Änderungen werden dem Kunden per E-Mail oder In-App-Benachrichtigung mitgeteilt.
(2) Widerspricht der Kunde den geänderten AGB nicht innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Änderungsmitteilung, gelten die geänderten AGB als akzeptiert. Der Anbieter weist den Kunden in der Änderungsmitteilung auf diese Rechtsfolge hin.
(3) Im Falle eines Widerspruchs steht beiden Parteien ein Sonderkündigungsrecht zum Zeitpunkt des geplanten Inkrafttretens der Änderungen zu.
§ 12 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).
(2) Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist, soweit gesetzlich zulässig, Hanau.
(3) Die Kommunikation im Rahmen des Vertragsverhältnisses erfolgt per E-Mail oder über die in der Anwendung bereitgestellten Kommunikationswege.
§ 13 Salvatorische Klausel
(1) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, so bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen hiervon unberührt.
(2) An die Stelle der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung tritt diejenige wirksame und durchführbare Regelung, deren Wirkungen der wirtschaftlichen Zielsetzung am nächsten kommen.